Sonntag, 14. Februar 2010

"Eine Stadtschreiberin ist interessanter als eine Bohrmaschine"



© Andra Joeckle

Bohrmaschinen und andere Maschinen (im Freilichtmuseum im Jungen Wald)

© Andra Joeckle
© Andra Joeckle
© Andra Joeckle


© Andra Joeckle

Der Ausspruch stammt von einem Hermannstädter.

Untertitel: Hermannstädter Impressionen

Das Buch ist ausgestattet mit zahlreichen Fotos, die ich allesamt in Hermannstadt gemacht habe. Es finden sich Stadtansichten, aber auch Fotos abstrakteren Charakters wie die beiden Beispiele in diesem Post.

Klappentext:

„Die Berliner Schriftstellerin Andra Joeckle gewann die Ausschreibung für die Hermannstädter Stadtschreiberstelle 2010. Nach drei Monaten in einem ihr exotisch fremden Land legte sie Zeugnis ab.

Andra Joeckles Verbundenheit mit der evangelischen Kirche kristallisiert sich symbolisch in den bunten glasierten Dachziegeln, die sie zu einem kuriosen und charmanten Leitmotiv adelt. Sie streift durch Hermannstadt, beschwört den Geist Oskar Pastiors herauf und gewährt Einblick in ihre Werkstatt als Autorin künstlerischer Features. Sie lässt sich als künstlerische Stadtschreiberin bezeichnen.

Andra Joeckle wagt ihren ganz persönlichen Blick. Sie ist subtil und subversiv poetisch. Nicht bequem und brav. Davon hätte Hermannstadt auch nichts. Sie schreibt keine Toursmusbroschüre, das ist nicht ihre Aufgabe. Aber man merkt das Wichtigste:sie war sehr da, gerne und angetan. Das setzt vor alles, was sie wahrnimmt, auch das vielleicht Negative, ein Pluszeichen."


Das Buch ist keine Dame, die knickst und einen Handkuss einfordert.

Das Buch schadet denen, die keinen Sinn für entschiedene Andersartigkeit haben.

Das Buch lässt die gegen Mauern rennen, die nicht zwischen den Zeilen zu lesen verstehen.

Das Buch macht die aufschreien, die brav, bieder und bierernst sind.

Das Buch lebt nicht für diejenigen, die keine Götter sein wollen.

Solange der Mensch spielt, ist er ein Gott. Macht er jedoch Ernst, braucht er Gewalt

(Johan Huizinga in Homo ludens).


© Andra Joeckle


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Hier die Farbversion:


© Andra Joeckle

© Andra Joeckle

Stadtansichten in diesem Stil habe ich für das Buch ausgesucht:


© Andra Joeckle



© Andra Joeckle

© Andra Joeckle


© Andra Joeckle




1 Kommentare:

  1. Liebe Frau Stadtschreiberin Joeckle!
    Das soeben Gelesene bzw. Gesehene macht Lust auf das Buch und auf Ihren Text sowie natürlich die Fotos. Die Mischung aus optischen und verbalen Eindrücken halte ich persönlich für sehr spannend. Ich freue mich schon, das Buch in Kürze in den Händen halten zu können. Auch eine Stadtschreiberin kann aber bohren - z.B. in der Vergangenheit, in offenen und versteckten Wunden. Mit schönen Grüßen aus Klagenfurt am Wörthersee Udo Puschnig

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