„Die Berliner Schriftstellerin Andra Joeckle gewann die Ausschreibung für die Hermannstädter Stadtschreiberstelle 2010. Nach drei Monaten in einem ihr exotisch fremden Land legte sie Zeugnis ab.
Andra Joeckles Verbundenheit mit der evangelischen Kirche kristallisiert sich symbolisch in den bunten glasierten Dachziegeln, die sie zu einem kuriosen und charmanten Leitmotiv adelt. Sie streift durch Hermannstadt, beschwört den Geist Oskar Pastiors herauf und gewährt Einblick in ihre Werkstatt als Autorin künstlerischer Features. Sie lässt sich als künstlerische Stadtschreiberin bezeichnen.
Andra Joeckle wagt ihren ganz persönlichen Blick. Sie ist subtil und subversiv poetisch. Nicht bequem und brav. Davon hätte Hermannstadt auch nichts. Sie schreibt keine Toursmusbroschüre, das ist nicht ihre Aufgabe. Aber man merkt das Wichtigste:sie war sehr da, gerne und angetan. Das setzt vor alles, was sie wahrnimmt, auch das vielleicht Negative, ein Pluszeichen."
Das Buch ist keine Dame, die knickst und einen Handkuss einfordert.
Das Buch schadet denen, die keinen Sinn für entschiedene Andersartigkeit haben.
Das Buch lässt die gegen Mauern rennen, die nicht zwischen den Zeilen zu lesen verstehen.
Das Buch macht die aufschreien, die brav, bieder und bierernst sind.
Das Buch lebt nicht für diejenigen, die keine Götter sein wollen.
Solange der Mensch spielt, ist er ein Gott. Macht er jedoch Ernst, braucht er Gewalt
(Johan Huizinga in Homo ludens).
© Andra Joeckle
Stadtansichten in diesem Stil habe ich für das Buch ausgesucht:


Liebe Frau Stadtschreiberin Joeckle!
AntwortenLöschenDas soeben Gelesene bzw. Gesehene macht Lust auf das Buch und auf Ihren Text sowie natürlich die Fotos. Die Mischung aus optischen und verbalen Eindrücken halte ich persönlich für sehr spannend. Ich freue mich schon, das Buch in Kürze in den Händen halten zu können. Auch eine Stadtschreiberin kann aber bohren - z.B. in der Vergangenheit, in offenen und versteckten Wunden. Mit schönen Grüßen aus Klagenfurt am Wörthersee Udo Puschnig