Donnerstag, 24. Februar 2011

Der Käfigtüraufhalter

Einmal marschierte Meret mit einem Rucksack in einen Laden. Ihr Magen knurrte böse. Da wird ihr die Tür zu einem Drahtkäfig aufgehalten. Sie versteht nicht. Der Mann, der Käfigtüraufhalter, nickte ihr zu. In ein gestorbenes stumpfes Violett ist er gekleidet. Schnell nickt sie zurück. Der Käfigverwalter fängt ihr Nicken mit einem erneuten Nicken ab. Und nickt sie hinein in den Käfig. Er macht ihr den Weg frei, der Herr Käfigverwalter, er tritt zurück und verbeugt sich dabei. Er legt ihr einen imaginären roten Teppich aus.

Und streckt Meret seine geöffnete Hand entgegen. Eine Münze glänzt im Handteller. Sie glänzt. Die hält der parat. Die blitzt, die Münze blitzte der Frau ins Auge. Will man sie blind machen? Was will man von ihr. Die Frau blickt gebannt auf die blinkende Münze. Aber sie frisst dem Mann die Münze nicht aus der Hand. Sie nimmt ihm die Münze nicht ab. Das ist doch eine Falle? Da verschließt der Mann die Münze in seiner Faust. Oh! Die Frau erschrickt. Sie sucht den Blick des Manns. Sucht sein Sinnen und Trachten zu lesen in seinem Gesicht, seinen Augen. Der Mann weist sie mit seinem ganzen Wesen, seinem ganzen Käfigtürverwalterwesen in den Drahtverhau. Hinter Gitter und Schloss. Sein Zeigefinger zeigt hinein, schießt. Aber was ist das? Was tut der jetzt da? Der Herr Wer-ist-der-denn? Der Mann hilft der Frau aus dem Rucksack, aus dem Rucksack hilft er ihr wie aus einem Mantel. Ich trag doch keinen Trickmantel mit doppelten Taschen für Diebsgut, empört sich Meret. Der Mann beschlagnahmt ihre persönliche Habe. Er verstaut den Rucksack im Käfig. Die Frau will schon, hinterher, hineinkriechen in den Käfig. Der Mann aber bewahrt sie vor dem Käfig. Er versperrt ihr den Weg. Und die Münze steckt er in den Schlitz. Da machte es Klick. Klingt wie: Glück. Klickglück, rumänisches. Der Mann grinste sein Käfigverweserglück frei hinaus. Der Herr Käfigverweser schließt den Käfig ab. Er schließt die Frau nicht mit ein. Er schließt die Frau aus. Die Sache zwischen ihm und der Frau ist damit erledigt. Er händigt der Frau den Schlüssel aus. Endlich kann sie jetzt friedlich, froh und frei einkaufen.

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